die aktuältesten aschenbecher
Mit Geburtstagen und Jubiläen habe ich es wenig bis nicht. Nichtsabertrotzdem ist mir soeben eingefallen, dass ich bereits seit einem guten Jahr zum nicht rauchenden Teil der Bevölkerung zähle.
So schwierig ist das auch nicht. Selbst in Bars otter Kneipen verspüre ich nur selten Lust auf den glimmenden Stängel.
Mein Gewicht habe ich im Griff, denn wer beim Laufen tief durchatmen kann, rennt einfach ein paar Meter weiter, wenn der Hintern in der Hose zwickt. Dank dieser Erkenntniss, konnte ich mich von der Low-Carb-Ernährung verabschieden. Nach knapp 8 Jahren mit eiweißreichem Futter, hatte ich übrigens weder auffällige Blutwerte, Herz und Kreislauf sind auch voll fit.
Nur mal so zur Info, für die Kritiker dieser Ernährungsform.
Mein Besuch darf in meiner Bude übrigens noch rauchen, muss dafür aber auf die Toilette. Noch stört mich dieser Geruch nicht …
dieser aschenbecher mag auf den ersten blick etwas gewöhnlich erscheinen. doch es handelt sich hier um eine absolut neue produktionnovation sensationeller art. denn dieser ascher wird ohne essbare blüten geliefert!!! das ist doch der hammer sag ich da nur!!!

wie lange haben wir darauf gewartet endlich einen aschenbecher zu erhalten, den man ganz problemlos auch ohne essbare blüten betreiben kann. nun ist er da.
gespannt dürfen sie auch sein, auf unsere nächsten produktinnovationen, die da wären und bald zu erhalten sind:
- aschenbecher ohne klospülung,
- aschenbecher ohne gina lisa aber dafür mit hirn,
- aschenbecher ohne aschenbecher,
- ein glas milch schockgefrostet.
die letzten tage habe ich mich mehr otter weniger von süßkram ernährt. das sollte mir den einstieg in die fluppenlose zeit erleichtern und hat gut funktioniert.

brotaufstrich (süß) von der roten beete.
geplant war es übrigens ganz anders. ich hatte nämlich vor, mich durch viel arbeiten vom rauchen abzulenken. aus diesem grund ist mein kühlschrank auch prall gefüllt, denn ich wollte gegen die sucht ankochen. kochblogs die gefüttert werden müssen, habe ich ja zur genüge.

süppchen von der steckrübe
zum glück sind steckrübe, rote beete und kollegen gut haltbar, die kann ich dann nächste woche verkochen. denn ab montag ist mit dem süßkram schluss!
hoffentlich …
die vergangenen drei tage auf nikotinentzug waren zwar seltsam, aber nicht so furchterbarlich wie als ich mir das vorgestellt habe.
tagsüber war ich matt und wollte eigentlich nur pennen. einmal hat es mir beim laufen den kreislauf zerbröselt. mein appetit auf süßes war (und ist) etwas höher wie als sonst. nachts habe ich geschwitzt aber immerdoch geschlafen.

kreativ ging leider nicht viel. an einfachen texten, die ich in ähnlicher form schon mehrfach geschrieben habe, musste ich mir abmühen. mit nur überarbeitungswürdigem ergebnis.
was den körperlichen entzug angeht, so denke ich das schlimmste überstanden zu haben. das schwierigste steht moi aber noch bevor: durchhalten und zwar dauerhaft.
gestern war es mal an der zeit mein nichtrauchen zu kompensieren. so habe ich in mich hineingefressen auf was ich lust hatte. das waren (u. a.):
- weihnachtlicher fruchtgummi mit schaumzucker (800 g = 2760 kcal)
- schokomilchriegel (200 g = 1154 kcal)
- cashew-peanut-mix (200 g = 1082 kcal)
- erdnüsse (200 g = 1240 kcal)
6263 kcal an einem tag zu mir zu nehmen, ist ja schon eine ordentliche leistung. die diversen käffchens und tees mit milch sind da übrigens nicht mit eingerechnet.

habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es mir trotz dieser fressorgie noch nicht mal schlecht wurde?
für heute habe ich mir vorgenommen, das nichtrauchen weit weniger zu kompensieren. es gibt da nur ein kleines problemchen: mein kühlschrank ist randvoll …
so wirklich angekommen in der nichtraucher-welt bin ich noch nicht. denn ich habe noch kippen im haus und auch einige aschenbecher stehen wild in der gegend rum. obwohl ich die mittlerweile zur entsorgung von biomüll nutze, wie man am bild unten sehen kann.

biomüll aschenbecher mit schnittknoblauchblüten.
nichtsdestotrotzdem liefen die ersten rauchfreien 24 stunden nach gefühlten 100 jahren gut und moi wurde bis jetzt nicht rückfällig. das mag zum einen daran liegen, dass ich mir mit allerlei sündigen leckereien die zeit vertrieben habe und zum anderen am ausgiebigen cardiotraining. aufgrund dessen war ich wohl einfach zu erschöpft zum rauchen.

geröstete kichererbsen – die schmecken sehr lecker, wenn man sie mit etwas zucker karamellisiert.
ich hatte weit weniger lust auf kippen, wie als gedacht. am schlimmsten war es eigentlich beim laufen. nicht nur weil mir da ständig jemand mit fluppe im maul entgegenkam, sondern weil ich auch dabei früher gequarzt habe. wie übrigens auch unter der dusche, wenn es morgens mal etwas eng mit der zeit wurde.
moinsen,
seit ca. 40 minuten darf ich mich dem nichtrauchenden teil der bevölkerung zurechnen. die letzte kippe – es ist übrigens die ganz hinten im ascher – habe ich gestern geraucht. aber wer schläft kann nur schlecht sündigen, aus diesen grund fließt nur die wachzeit in meine berechnung mit ein.

der wievielte versuch mir das rauchen abzugewöhnen das nun ist, weeeß isch aach net – wie man hier in mannheim sagt. aber zum letzten male erfolgreich daran gescheitert bin ich 2003.
wie es mir dabei so ergeht, darüber werde ich hier im blog gelegentlich berichten. an einem “normalen” tag würden jetzt übrigens schon mindestens fünf kippenstummel den ascher verzieren.
meine erkenntnis der ersten knappen stunde lautet: schwarzer tee mit milch schmeckt wie schwarzer tee mit milch, auch ohne fluppe in der hand.
da die derzeitigen außentemperaturen den sommerlichen rauchgenuß schier unmöglich machen, sind auch die ascher mal wieder arbeitslos. was liegt also näher, als sie für eine feinsommerliche eiskreation zu missbrauchen verwenden. locker wie frische zigarettenasche und fruchtig-frisch wie ein sorbet. und schmeckt noch besser als nikotin.

zutaten (ausreichend für 3-4 portionen)
- 2 frische zitronen
- naturtrüber apfelsaft (vom apfel, 50 ml)
- joghurt (150 g)
- schokoblättchen (1 tl)
- honig und zucker zum süßen
für die zubereitung:
- 1/2 schüssel crash-eis, salz, 1 (ein) aschenbecher aus metall¹
zubereitung:
die zitronen auspressen und die kerne absieben. apfelsaft, honig und zucker einrühren. danach den joghurt unterheben und solange rühren bis sich eine homogene flüssigkeit gebildet hat. eventuell nochmal mit zucker nachsüßen.
nun wird das crash-eis in der schüssel mit ordentlich was salz vermischt, der aschenbecher darin vergraben und ca. bis zur hälfte mit der creme gefüllt. die masse muss nun ca 25 min ruhen. während dieser zeit immer mal wieder umrühren und die bereits gefrorene creme vom rand schaben.

durch das salz wird der gefrierpunkt des wassers erhöht, das crash-eis schmilzt schneller und entzieht seiner umgebung dadurch schneller wärme. durch das metall wird so der masse wärme entzogen und det zeuch friert. … (hier weiteres physikalisches gelaber einfügen.)
jedenfalls ist die masse nach ca 25 minuten dann halbgefroren. für die asche-optik können nun noch die schokoblättchen untergerührt werden. schließlich wird das ganze noch nach belieben mit schokosticks, zitrone und schirmchen garniert und kann direkt im ascher serviert werden.
richtig lecker schmeckt es, wenn man die eiscreme kurz vor dem servieren noch mit braunem zucker bestreut.
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¹ gebrauchte aschenbecher können aschenreste enthalten, welche reich an phosphaten sind. wenn sie eine phosphatarme ernährung bevorzugen, empfehlen wir einen fabrikneuen ascher oder alternativ eine metallschüssel. ihr gesundheitsamtsschimmel.
was man sich alles anhören muss, wenn hier ein neuer ascher rauskommt: der eine ist zu eklig, der andere zu hässlich und der rest zu teuer und zu groß. oder braucht einen usb-anschluss. das war für uns das zeichen, auch mal an die aschenbecher-user zu denken und diesen formschönen, glänzenden, extra-minimalistischen aschenbecher an den start zu bringen.

jetzt gibt es endlich den ascher, bei dem die funktionalität auf das wesentliche reduziert wurde: die kompakte auffangschale hat gerade ausreichend fassungsvermögen für die asche einer zigarette, die widerum in dem filigranen zigarettenschlitz platz findet. seine elegant geschwungenen linien wurden der form einer tabakspfeife nachempfunden, um dem ganzen eine rauchige note zu geben. und natürlich, um das ganze mit einem weiteren fluppenhalter zur stabilisierung auszustatten, damit die kippen nicht kippen.

und das beste ist, er übertrifft die heute ach so angesagten eifohns und mobilapparätlis sogar noch in sachen portabilität. durch das minimalistische design wurde er so in seiner größe reduziert, dass er sich auch mühelos in einer halbvollleeren zigarettenschachtel transportieren lässt. alternativ kann man ihn sich auch mit einer sicherheitsnadel an die weste oder an den hut stecken.
… wohin sie sich ihre spam-mails stecken können, verraten wir ihnen dann beim nächsten mal.
damit sich die abschaltung diverser stromerzeuger nicht noch weiter hinauszögert, möchte der aschenbecher-blog hier eine neue, in dieser form noch nie dagewesene energiequelle vorstellen, die sich jeder aschenbecher-user zuhause leicht selber herstellen kann. sie benötigt weder komplizierte schutzeinrichtungen oder bleiunterhosen, selbst die endlagerung kann jeder selbst durchführen.
folgendes sollte auch in ihrem haushalt zu finden sein:
- 1 aschenbecher aus metall
- 0,5m vollkupferkabel
- 1 kleine rolle tesafilm
- 2 kurze kabel, idealerweise mit klemmen
- 2-3 päckchen zitronensäure
- destilliertes wasser
für den zusammenbau brauchen sie keinen studierten techniker, sondern lediglich etwas werkzeug, um den draht zu häuten. dieser wird mithilfe eines politikers einer flachzange zu einer dekorativen form verbogen. ich habe mich hier für eine nicht ganz perfekte spirale entschieden.
nun kommt die tesarolle in den ascher, die spirale oben drauf, anschließend wird der ascher mit dem destillierten wasser gefüllt, bis der kupferdraht ganz versunken ist. dann muss nur noch die säure darin aufgelöst werden, für 100 ml wasser habe ich 3 päckchen verwendet.
nun wird nur noch die eine klemme an den ascher und die andere an die spirale gepfriemelt. dabei sollte man nicht die polung verwechseln… der hier benutzte ascher hat es immerhin auf 0.27 volt gebracht, ascher aus aluminium dürften sogar bis über 1 volt schaffen. ja, es ist ein kleiner beitrag, aus dem ein großer wird, wenn genügend aschernative energiern verfügbar sind. deshalb seien alle ascher-fans dazu aufgerufen den blödsinn das experiment auszuprobieren und so diese welt wieder etwas erträglicher zu machen.
sicherheitshinweis: die säure wird bei stromerzeugung giftig. nicht trinken! reste können über den hausmüll oder ausguss entsorgt werden.